Jack Ryan

Prime Kunden freuen sich momentan über Tom Clancy’s Jack Ryan, und zwar in Dolby Vision 4K und mit Dolby Atmos Sound, wenn man z.B. einen 2017er-TV von LG hat.

Ryan ist mit John Krasinski sympathisch besetzt und kein Über-Agent.1 Dass in Season 1 keine Langeweile aufkommt, liegt aber insbesondere an den Bad Guys. Der Scheich (Ali Suliman) ist intelligent, gebildet und anfangs fast sympathisch.
Während der 8 Episoden werden kontinuierlich sein Werdegang und seine Motivation erklärt; und er will nicht nur „irgendwas in die Luft sprengen“.
Sondern mittels Giftgas in Paris und Ebola-Angriff auf POTUS (Ausrufezeichen) inklusive nachgelagerter Cäsium-Attacke (noch ein Ausrufezeichen) eine ernste Bedrohung darstellen und gewinnen.

Dass Ryan trotzdem den Tag rettet – okay geschenkt.
Die Art und Weise, wie er das in Episode 8 macht, nachdem sein Boss ihm in Ep. 3 eine „If you pull your weapon to shoot, you shoot“-Ansage gemacht hat, darf man getrost als gutes Writing empfinden.
Und insgesamt achtet das Drehbuch darauf, keine reine US-Glorifizierung, sondern ausreichend Ambivalenz und „kritische Töne“ zu bieten: Ryans Boss ist selber Muslim. Und in Folge 6 merkt der türkische Gangster an, dass Geburt & Geografie Schicksal sind, und er selbst vielleicht der Good Guy wäre, wäre er auch in Cincinnati geboren.

  1. „Officer. We like to call ourselves Officers.“

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