Taboo

Da ja nun The Man In The High Castle eher zum Langweilen als zur abendländischen Serienkultur beiträgt (kleiner Seitenhieb an dieser Stelle, bevor wir zum eigentlichen Thema kommen), möchte ich hier nun eine kurze, aber fundierte Kritik zur ersten Season von Taboo von und mit Tom Hardy veröffentlichen.

Das Drama spielt 1814 in London, als Hardy mit seinen Tattoos nach längerer Abwesenheit aus Afrika heimkehrt.

Die Erbschaft des zufällig jüngst verstorbenen Vaters besteht aus dem unwichtigen kleinen Nootka Sund an der amerikanischen Westküste, auf den allerdings auch die East India Company und zusätzlich noch der König scharf sind.
Neben der Nachlassproblematik ergeben sich weitere Herausforderungen aus Hardys Wahnvorstellungen, seinem Hang zum Kannibalismus und als Bonus noch aus der amourösen Verstrickung mit seiner Halbschwester (und aus deren Mann).

Während der insgesamt acht Episoden von Season 1 kann man der Handlung vorwerfen, dass im Mittelteil deutlich zu wenig passiert, und mit strafferer Erzählweise vielem gedient worden wäre.
Aber auf der anderen Seite ist die preisverdächtige Performance von Tom Hardy und auch von sämtlichen anderen Schauspielern des All-Star Cast (Jonathan Pryce, Stephen Graham, Michael Kelly u.v.m.) sowas von gelungen, dass man einfach gerne zuschaut. Weil auch Sets und Kostüme restlos überzeugen.

Womit wir wieder bei The Man In The High Castle wären. Das einen mit üblem Set Design und billigstem Production Value quält, womit einen ein Period Piece doch eher streicheln sollte.

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